Strahlfäule

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Strahlfäule bei Pferden

Die Symptome der Strahlfäule

Ganz typisch für Strahlfäule ist der faulige und gammelige Geruch am Huf. Am Anfang bilden sich meistens schwarze oder dunkelbraune Schlieren in den Strahlfurchen. Später wird der komplette Strahl schwarz und löst sich ab.

Strahlfäule wird verursacht durch schlampiges und seltenes Auskratzen der Hufe oder durch einen kotverschmutzten Stall oder Auslauf. Feuchte Erde ist kein Auslöser für Strahlfäule, im Gegenteil. Feuchte Erde sorgt für elastische und gesunde Hufe. Der Huf muß mit Urin oder Pferdeäpfeln sehr regelmäßig kontakt haben, sonst kann keine Strahlfäule auftreten.

Verantwortlich für Strahlfäule sind Bakterien und Pilze, die im Kot und Urin der Pferde vorhanden sind. Besonders Pferde mit sehr engen Hufen neigen zu Strahlfäule, da manchmal der Strahl verkümmert und sich in den engen Ritzen der Strahlfurchen die Fäulnisbakterien und Pilze sammeln und diese schlecht mit dem Hufkratzer gereingt werden können.

Die Behandlung der Strahlfäule

Zu allererst sollte der Strahl mit dem Hufmesser so weit wie möglich von allen schwarzen Teilen freigelegt werden. Bei leichter Strahlfäule reicht es, wenn man den sauber geschnittenen Strahl weiterhin einmal täglich mit entsprechenden antibakteriellen Mitteln und Antipilzmitteln beträufelt. Bei schwerwiegender Strahlfäule sollte der Huf täglich mit dem Hufkratzer gereinigt werden und danach kann der Strahl austamponiert werden mit den entsprechenden Mitteln. Folgende Mittel haben sich bei Strahlfäule bewährt:

Teebaumöl (pur), Kolloidales Silberwasser (bei 25 ppm/Liter), Kaliumpermanganat mit Wasser (im Verhältnis 1:2000), Jodoformäther (5-10%ig), usw.

Zur Vorbeugung gegen Strahlfäule

Der Strahl kann hin und wieder mit einer Wurzelbürste und klarem Wasser ausgebürstet werden. Zusätzlich sollten die Hufe mindestens 4 mal die Woche gründlich und kräftig mit dem Hufkratzer gereinigt werden, bis tief in die Strahlfurchen hinein. Der Stall, Auslauf und die Weide sollte jeden Tag von Pferdeäpfeln abgesammelt werden, damit sich in Zukunft so schnell keine Strahlfäule mehr bildet. Sogenannte Matratzenlager sollten vermieden werden.

Die Fütterung bei Strahlfäule

Mittel wie Biotin, Bierhefe, Kieselgur oder Zink sollen die Hornqualität verbessern. Diese Mittel helfen aber nur, wenn das Pferd vor der Strahlfäule fehlernährt wurde. Gute Erfolge erzielt man auch mit stoffwechselanregenden Kräutern, die somit indirekt das Hornwachstum fördern.


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