Sehnenschaden

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Der Sehnenschaden beim Pferd

Symptome beim Sehnenschaden

Beim Sehnenschaden tritt meistens ein Schwellung auf im Bereich zwischen dem Vorderfußwurzelgelenk und dem Fesselgelenk (auf der Beinhinterseite). In manchen Fällen ist die Schwellung erwärmt und das Pferd empfindet eine Berührung als unangenehm oder schmerzhaft. Manche Pferde lahmen bei einem Sehnenschaden, andere wiederum nicht. Entzünden sich die Sehnenscheiden, dann entstehen zusätzlich kleine Beulen (Sehnenscheidengallen), die mit Flüssigkeit gefüllt sind und auf ein Entzündung hindeuten. Im chronischen Stadium sind die Gallen nicht warm und reagieren auch nicht schmerzhaft, wenn sie berührt werden. Im akuten Fall sind sie sehr warm und berührungsempfindlich.


Auslöser eines Sehnenschaden

Die Ursache für einen Sehnenschaden kann z.B. mit einem heftigem Sturz auf der Weide oder unter dem Sattel zusammen hängen. Auch bakterielle Infektionen können Auslöser sein. Schläge oder Tritte durch andere Pferde werden auch in betracht gezogen. Sehr oft wird ein Sehnenschaden auch durch die falsche Reitweise verursacht, also durch mangelhaftes warmreiten, durch Boxenhaltung und darauffolgendem Schwersttraining oder durch extreme Überanstrengung ohne Pausen für das Pferd zu machen.


Die phytotherapeutische Behandlung eines Sehnenschaden

  • Innerlich gibt man Arnika D4, täglich 7-15 große Milchzucker-Tabletten unter die Zunge (keine winzigen Globulis!). Oder die Tabletten vorher in wenig Wasser auflösen, in eine Spritze aufziehen und direkt auf die Zunge spritzen. Arnikatabletten D4 bekommt man in jeder gut sortierten Apotheke.
  • Zusätzlich kann man innerlich täglich 20-30 Gramm Kieselgur oder Kieselerde verabreichen, da Kieselgur/Kieselerde sehr viel Silicium und andere Mineralstoffe enthält, welche für eine gesunde Sehnenfunktion sehr wichtig sind.
  • Äußerlich kann man einen Angußverband oder feuchten Umschlag anlegen. Mit Beinwellblätter-Tee oder mit Beinwellwurzel-Kaltauszug. Beim Kaltauszug werden die Wurzeln (150 Gramm auf 1 Liter Wasser) über Nacht in kaltes Wasser gelegt. Am nächsten Morgen wird abgeseiht und die Flüssigkeit wird für den Angußverband oder den feuchten Umschlag verwendet. Der Verband sollte einige Stunden pro Tag angewendet werden, falls möglich.
  • Auch Apfelessig-Umschläge oder Apfelessig-Angußverbände können die Schmerzen sehr gut lindern bei einem Sehnenschaden. Der Apfelessig wirkt zudem stark entzündungshemmend und er baut das Gewebe auf. Apfelessig wird immer mit Wasser vermischt (50 zu 50), da Apfelessig sehr sauer ist und die Haut durch puren Apfelessig zu stark gereizt wird. Der Apfelessig-Umschlag kann pro Tag mehrere Stunden angelegt werden. Oder man kann über Nacht einen Angußverband anlegen, welcher mit einem Strumpf überzogen wird, so hält er gut am Pferdebein.

Weitere Behandlungsmethoden

Das Pferd sollte möglichst ruhig gestellt werden. Bewährt hat sich auch ein kleines abgespanntes Viereck mit Elektroband, das sich direkt auf der Weide bei den anderen Pferdekumpels befindet. Im akuten Stadium haben sich Kühlpäckchen bewährt, die mit eine Bandage umwickelt werden können. Auch Kaltwasserstrahlmassagen zum Kühlen sind sinnvoll. Entzündungshemmende Medikamente haben sich bei Sehnenschäden nicht unbedingt bewährt.


Behandlungsdauer beim Sehnenschaden

Das Sehnengewebe braucht sehr lange, bis es sich regeneriert. Die Behandlung sollte bis zur Genesung fortgeführt werden. Im günstigsten Fall dauert dies 1 Monat, im ungünstigsten Fall 12 Monate.


Vorbeugende Maßnahmen

Das Pferd sollte grundsätzlich mindestens 20 Minuten im Schritt warm geritten werden, bevor man Gas gibt. Es sollte immer darauf geachtet werden, daß das Pferd sich zwischen den Trainingsphasen ausruhen kann, wenn es anfängt zu stolpern oder wenn es ermüdet. Ein überzogener Trainingsanspruch belastet das Pferd und ist nicht empfehlenswert. Auf der Weide sollten keine Gegenstände herumliegen, da die Verletzungsgefahr sich dadurch stark erhöht.


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