Narkolepsie

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Narkolepsie (Schlafkrankheit, Schlafkoller)

Symptome

Narkolepsie ist eine Nervenerkrankung, bei der im Gehirn ein Mangel an dem Neurotransmitter Hypocretin vorhanden ist. Plötzliche Schlafanfälle und ein Verlust der Muskelspannung sind bei der Narkolepsie typisch. Die zumeist jungen Pferde knicken ganz plötzlich mit der Vorderhand ein und fallen um und verletzen sich dabei auch manchmal an den Fesselgelenken, weil sie sich durch den Schlaf nicht mehr kontrollieren können. Die Schlafanfälle treten meist in Ruhephasen auf, wenn die Pferde nicht aktiv sind. In selten Fällen wird auch davon berichtet, dass Narkolepsie-Pferde bei Aktivitäten, zum Beispiel beim Reiten, ganz plötzlich wegsacken und schlafen. Eine Schlafattacke dauert meist nur kurz (circa wenige Sekunden bis 20 Minuten), ist jedoch gefährlich, weil sich Reiter und Pferd dabei verletzen können. In seltenen Fällen zeigen sich bei den Schlafattacken auch Krampfanfälle und die Zunge hängt aus dem Maul heraus. Narkolepsie ist in den meisten Fällen nicht heilbar, jedoch lassen sich die Symptome lindern durch ein geruhsames und geborgenes Umfeld und eventuell durch Medikamente.


Ursachen

Folgende Ursachen können für eine Narkolepsie verantwortlich oder mitverantwortlich sein:

  • Impfungen, insbesondere Schweinegrippeimpfung
  • Autoimmunerkrankungen
  • Extremer Stress
  • Genetische Faktoren
  • Cushing
  • Borreliose
  • Bornavirus


Die konventionelle Behandlung bei Narkolepsie

  • Es kann das Antidepressivum Imipramin ausprobiert werden. Das es aber viele Nebenwirkungen aufweist und zudem keine Heilung der Erkrankung bewirkt, raten manche Tierärzte davon ab, da der Nutzen, im Gegensatz zu den Nebenwirkungen, einfach zu gering ist.
  • Atropinsulfat kann auch eingesetzt werden. Schwere Anfälle von Narkolepsie können dadurch vermieden werden und die Anfälle werden für einen Zeitraum bis maximal 30 Stunden verhindert.


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