Insektenabwehr

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Mückenabwehr in der Phythotherapie

Was Mücken mögen

Warme und feuchte Witterung im Frühling und Sommer, bieten den Mücken die idealen Lebensbedingungen. Bei sehr trockenen Sommern ist die Mückenpopulation stark eingeschränkt. Die Mücken lieben es windstill und sie benötigen ruhige Gewässer oder Tümpel für Ihre Eiablage. An sehr großen Seen gibt es meistens deutlich weniger Mücken, da dort meistens auch eine frische Brise weht.

Mücken fliegen sogar mehrere Kilomter von einem Teich oder See entfernt ins Umland und legen dort ihre Eier zum Beispiel in Senken von einigen Zentimetern Wassertiefe auf Pferdekoppeln die nach Regenfällen entstehen oder sogar in Tränkbecken ab.

Futterzusätze

  • Knoblauch und Bierhefe wären hier zu nennen. Allerdings muss man deutlich sagen, das diese Mittel nur eingeschränkt bei Mückenbefall wirken. Dies hängt ganz von der Ausdünstung des Pferdes ab und ist somit bei jedem Pferd anders zu bewerten. Üblicherweise gibt man einem Pferd pro Tag circa sechs bis zehn Gramm Knoblauchgranulat pro 100 kg Körpergewicht. Der Knoblauch kann einige Monate verfüttert werden. Knoblauch kann zu Blutarmut bei Pferden führen, wenn er überdosiert wird und zwar ab einer Menge von täglich mindestens 20 Gramm pro 100 kg Körpergewicht. Wenn man sich an die Fütterungsempfehlung hält, dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite!
  • Bierhefe wird pro Tag und Pferd in einer Menge von mindestens zehn Gramm pro 100 kg Pferd verfüttert. Bierhefe enthält viel Zink, Kupfer, Selen und B-Vitamine (auch Biotin) die für eine gute Nährstoffversorgung der Haut sorgen. Vitamin B 1 soll Pferden helfen den Körpergeruch so zu verändern, damit die Pferd nicht zu stark von Insekten angeflogen werden.
  • Kräuterkuren (innerlich eingegeben) können nicht abwehrend auf Mücken wirken, so wie manchmal behauptet wird. Eventuell Bärlauch, in frischer Form, kommt der Wirkung von Knoblauch nahe und sei deswegen auch hier genannt. Vom Bärlauch kann man täglich sechs Gramm pro 100 kg Körpergewicht geben, mindestens zwei Monate lang.

Ätherische Öle

  • Dies sind hochkonzentrierte Öle die aus Pflanzen gewonnen werden und fast immer verdünnt angewendet werden müssen, da sie die Haut sonst reizen können. Ätherische Öle sollten verdünnt werden mit Paraffinöl. Viele ätherische Öle wirken als Reppelent, also mückenabwehrend. Sie müssen allerdings täglich benutzt werden und werden sie nur mit Wasser verdünnt, dann verfliegt die mückenabwehrende Wirkung innerhalb einer Stunde.
  • Hingegen in Kombination mit Paraffinöl (Paraffinum Liquidum aus der Apotheke, dickflüssig oder dünnflüssig), hält die Wirkung fast den ganzen Tag an. Für ein Liter Paraffinöl berechnet man circa 30 ml ätherisches Öl (entspricht drei Eßlöffeln voll Öl). Als mückenabwehrendes Öl bieten sich folgende Öle an: Lavendelöl, Lavandinöl, Teebaumöl, Lorbeeröl, Citronellaöl, Nelkenöl, Eukalyptusöl, Cedernholzöl, Knoblauchöl, usw. Lavendelöl oder Lavandinöl sind am wenigsten hautreizend und sind deshalb für hautempfindliche Pferde bestens geeignet, zum Beispiel für Ekzemer- oder Maukepferde. Bei ätherischen Ölen empfiehlt es sich vor Gebrauch eine Tupferprobe in der Achsel vorzunehmen. Hierfür einen puren Tropfen ätherisches Öl in die Achselgegend des Pferdes tupfen, dann 24 Stunden warten und die Reaktion der Haut kontrollieren. Sieht die Haut normal und gesund aus, kann das ätherische Öl in Zukunft in verdünnter Form angewendet werden.

Obstessig

  • Obstessig, auch Apfelessig genannt, ist sehr günstig zum Aufsprühen oder Auftragen mit Schwamm geeignet. Der Essig sollte nicht pur verwendet werden. Er wird mit 2 Teilen Wasser verdünnt. Zur Fliegen-und Mückenabwehr beim Ausritt hat sich dies gut bewährt, da es den Körpergeruch von Pferden bindet. Schwitzt das Pferd jedoch stark, ist auch hier die Wirkung nicht von Dauer.

Selbsthergestellte Pflanzentonikas

  • Zum selber Herstellen von insektenabwehrenden Mitteln, kann man gesammelte Pflanzenteile mit 1/3 Obstessig und 2/3 Wasser übergießen und 2 Wochen ziehen lassen. Der Obstessig wirkt konservierend. Als Pflanzen eignen sich Walnußblätter, Eukalyptusblätter, Zitronenschale, Nelken, Knoblauch, schwarzer Tee, usw.

Für den Stall

  • Man kann einen Beutel mit Lavendel in den Offenstall hängen, dass hält auch die Bremsen auf Abstand.
  • Die Holzwände können eingesprüht werden mit selbsthergestellten Pflanzentonikas oder mit einer Mischung aus fetten Pflanzenöl und ätherischen Ölen (siehe oben).


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