Hauterkrankungen allgemein

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Hauterkrankungen (allgemein) beim Pferd

Ursachen von Hauterkrankungen

Die Haut ist das größte Organ von einem Pferd und erfüllt sehr wichtige Aufgaben um das Pferd bei guter Gesundheit zu halten. So schützt die Haut mit seinem Fell den Körper vor Kälte, Wind und Regen und anderen Umwelteinflüssen. Entgleiste Stoffwechselvorgänge können zu massiven Hauterkrankungen führen. Aber auch der Kontakt mit Umweltgiften, vermehrte Mückenplage, wenig Frischluft und Bewegung, kein Kontakt zu Artgenossen, unsachgemässe Fütterung und Pflege, Verdauungsstörungen, Vergiftungen oder Medikamentennebenwirkungen können ebenfalls zu einer überempfindlichen Haut führen. Hauterkrankungen können sich zeigen durch dicke, spröde und rissige Haut. Es können sich vermehrt Schuppen und dicke Falten bilden. Das Fell kann struppig und glanzlos werden, die Mähne erscheint splissig an den Haarspitzen und der Haarwechsel kann gestört sein, insbesondere im Frühling und Herbst.

Hautstoffwechsel stabilisieren

  • Den Hautstoffwechsel stabilisieren kann man mit Kräutern, die die Nieren stärken und blutreinigend wirken: Zum Beispiel Brennessel, Goldrute, Bärlauch (jeweils 15-30 Gramm täglich für 6 Wochen).
  • Zusätzlich mit Kräutern, die die Leber kräftigen und reinigen: Zum Beispiel Labkraut, Löwenzahnkraut, Löwenzahnwurzel und/oder Mariendistelsamen oder Mariendistelkraut (jeweils 15-30 Gramm täglich für 6 Wochen).
  • Und mit Kräutern, die den Darm reinigen: Bärlauch oder Knoblauch (jeweils 15-30 Gramm täglich für 6 Wochen).
  • Außerdem mit Milchsäurebakterien für eine gesunde Darmflora. Zum Beispiel Kanne Fermentgetreide für 6 Wochen täglich mit unter das Futter geben.

Die Fütterung und Haltung optimieren

  • Eiweiß reduzieren, also nur den 1. Heuschnitt verfüttern.
  • Keine Silage geben, dies führt zu Übersäuerung des Organismus und es werden Hautkrankheiten und Hautallergien somit gefördert.
  • Weiden nicht düngen oder mit organischen Stoffen düngen.
  • Nur biologisches Futter ohne chemische Planzenschutzmittel verfüttern.
  • Kein Fertigmüsli oder pelletiertes Kraftfutter geben, da diese manchmal chemische Substanzen enthalten wie z.B. Lockstoffe, Farbstoffe, synthetische Aromen (Parfüm), Konservierungsmittel,usw. Diese Substanzen belasten den Hautstoffwechsel sehr stark.
  • Synthetisches Mineralfutter sehr sparsam dosieren. 20-50 Gramm pro Tag (je nach Pferdegröße) ist meistens ausreichend. Lieber etwas mehr Heu verfüttern. Anstatt synthetische Nahrungsergänzungen kann man auch pflanzliche Nahrungsergänzungen als Mineralfutter geben.
  • Zum Beispiel: Chlorellaalgen (30-50 Gramm täglich) oder Spirulinaalgen (30-50 Gramm täglich) oder Ascophyllum nodosum (15 Gramm täglich) oder Bierhefe (50 Gramm täglich) und Kieselgur (30 Gramm täglich).Chlorellaalgen und Spirulinalgen bitte nur aus Aquakulturen geben. Wenn die Algen aus Seen stammen, dann können sie toxische Microcystine enthalten. Diese sind in anderen Algenarten enthalten, die manchmal versehentlich mit abgefischt werden bei der Ernte.
  • Ungespritztes Obst und Gemüse verfüttern.
  • Kaltgepresste Öle geben: Leinöl, Sonnenblumenöl oder Distelöl. Jeweils 50 Milliliter täglich.
  • Salz verfüttern ohne chemische Zusatzstoffe: z.B. Himalaya Salzleckstein oder ungebleichtes Meersalz ohne Zusätze oder unbehandeltes Steinsalz.
  • Bei der Fütterung sollte darauf geachtet werden, das das Heu schimmelfrei ist und nicht zu sehr staubt. Auch das Stroh auf dem die Pferde stehen sollte schimmelfrei sein, da sonst Schimmelsporen über die Atemwege in den Organismus der Pferde gelangen können. Schimmeliges Brot sollte auf keinen Fall verfüttert werden.
  • Regelmäßiges entwurmen (ca. 2-4 mal im Jahr) sollte unbedingt eingehalten werden, da Würmer toxische Stoffe in den Magen-Darm-Trakt einbringen können und diese somit in den Organismus des Pferdes gelangen.
  • Giftpflanzen sollten von der Weide entfernt werden.
  • Chemische Holzschutzmittel sollten nach Möglichkeit nicht verwendet werden. Für den Anstrich von Holz eignet sich sehr gut dick aufgepinseltes Speise-Leinöl.
  • Bei der Getreidefütterung nach Möglichkeit Bio-Hafer, Bio-Dinkel oder Bio-Gerste verfüttern. Bei schlechter Verdaulichkeit kann das Getreide geschrotet, gewalzt oder über Nacht in Wasser eingeweicht werden.
  • Nur biologisches Futter ohne chemische Planzenschutzmittel verfüttern.
  • Vorsichtshalber auf Späneeinstreu verzichten, da sehr oft Formaldehyd darin enthalten ist. Eine sehr gute Alternative hierzu ist Rindenmulch.


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