Nesselfieber

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Nesselfieber

Symptome bei Nesselfieber

Beim Nesselfieber treten mit Flüssigkeit gefüllte Quaddeln auf der Haut auf. Die Quaddeln bilden sich meist am Hals, an den Schultern und dem seitlichen Brustbereich. In seltenen Fällen sind auch andere Körperpartien von diesem Ausschlag betroffen. Auch eine Streifenurtikaria kann sich bilden. Dies sind beistiftdicke Streifen die sich am Körper bilden können und die parallel zueinander verlaufen. Es kann sich Juckreiz bilden und auch Fieber tritt hin und wieder auf. Es könnenn angeschwollene Augenlider und Nüstern entstehen und auch der gesamte Kopf des Pferdes kann stark anschwellen. Dies ist der sogenannte Nilpferdkopf.

Ursachen bei Nesselfieber

Ein Nesselfieber kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen kann es aufgrund einer Kontaktallergie entstehen, kennzeichnend durch entzündliche Haut und Haarverlust. Bei einer Futtermittelallergie kann man meist einen Ausschlag in der Nähe des Afters erkennen. Arzneimittelallergien sind zu erkennen an einem stark angeschwollenen Kopf, stark angeschwollenen Augenliedern und Nüstern.

Auch Schlangenbisse, Insektenbisse, Frühjahrspollen in der Luft, Stallstaub (Schimmelsporen in der Luft), synthetische Zusatzstoffe in Cremes und Sprays mit den das Pferd behandelt wird, Verdauungsstörungen aufgrund von Toxinen im Darm, Waschmittelreste in Satteldecken und Abschwitzdecken und auch Impfstoffe können Nesselfieber verursachen. Das Nesselfieber entsteht aufgrund einer Störung im Immunsystem. Der Körper zeigt eine überschießende Reaktion gegen bestimmte Stoffe aus seiner Umwelt oder Nahrung, etc. Eine übermäßige eiweisshaltige Nahrung soll Nesselfieber begünstigen, ist aber sicherlich nicht der alleinige Auslöser für diese Allergie.

Konventionelle Behandlung

Sollte das Pferd Schwellungen am Kopf haben, sind unbedingt sofortige Injektionen mit Kortison sinnvoll. Genauer gesagt: Lebensrettend, da die Atmung massiv behindert werden kann durch die Schwellung am Kopf. Wenn die Quaddeln am Körper länger als 3 Tage bestehen und das Pferd dadurch schwer belastet wird, sind auch Kortison Injektionen angesagt. Bei leichteren Fällen braucht man gar nichts zu machen, da die Quaddeln mit der Zeit von selbst verschwinden. Zur Kühlung der Quaddeln sind eiskaltes Wasser gut geeignet. Man kann dem Wasser auch einen kleinen Schuss Obstessig beigeben, dies bringt ein wenig Entlastung.

Zur Vorbeugung

  • Auf keinen Fall darf man Pflanzen oder Mittel geben, die das Immunsystem anregen. Zu nennen wären hier Echinacea (Sonnenhut), Mistelkraut, etc. Dies würde dazu führen, dass die Allergie verstärkt ausbricht und das Pferd noch mehr leiden muß.
  • Sinnvoll ist eine zweimonatige Behandlung des Darms mit Milchsäurebakterien, z.B. mit Kanne Fermentgetreide, usw.
  • Gut ist es, wenn auf eine ausgewogene Ernährung geachtet wird und das Pferd von synthetischen Futtermittelzusätzen ferngehalten wird.
  • Auch in der Umgebung der Pferde sollte vor chemischen Zusatzstoffen gewarnt werden. Genannt werden müssen hier chemische Lacke und Holzschutzmittel.
  • Auch unverträgliche Futtermittel, Waschmittel, Cremes und Sprays mit synthetischen Zusatzstoffen müssen gemieden werden.
  • Zu denken wäre auch an schädliche Sägespäne als Stalleinstreu, da diese manchmal mit chemischen Holzschutzmitteln versetzt sind.
  • Sollten die allergieauslösenden Stoffe gefunden worden sein die ein Nesselfieber auslösen, dann sollte das Pferd in Zukunft von diesen Stoffen ferngehalten werden.

Zur Fütterung

  • Eiweiß reduzieren, also nur den 1. Heuschnitt verfüttern.
  • Keine Silage geben.
  • Weiden nicht düngen.
  • Nur biologisches Futter ohne chemische Planzenschutzmittel verfüttern.
  • Kein Fertigmüsli oder pelletiertes Kraftfutter geben, da diese manchmal chemische Substanzen enthalten wie z.B. Lockstoffe, Farbstoffe, synthetische Aromen (Parfüm), Konservierungsmittel,usw. Diese Substanzen belasten den Hautstoffwechsel sehr stark.
  • Kein synthetisches Mineralfutter verfüttern. Nur pflanzliche Nahrungsergänzungen geben.


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