Insektenabwehr
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Mückenabwehr in der Phythotherapie
Was Mücken mögen
Warme und feuchte Witterung im Frühling und Sommer, bieten den Mücken die idealen Lebensbedingungen. Bei sehr trockenen Sommern ist die Mückenpopulation stark eingeschränkt. Die Mücken lieben es windstill und sie benötigen ruhige Gewässer oder Tümpel für Ihre Eiablage. An sehr großen Seen gibt es meistens deutlich weniger Mücken, da dort meistens auch eine frische Brise weht.
Mücken fliegen sogar mehrere Kilomter von einem Teich oder See entfernt ins Umland und legen dort ihre Eier zum Beispiel in Senken von einigen Zentimetern Wassertiefe auf Pferdekoppeln die nach Regenfällen entstehen oder sogar in Tränkbecken ab.
Futterzusätze
- Knoblauch und Bierhefe wären hier zu nennen. Allerdings muss man deutlich sagen, das diese Mittel nur sehr eingeschränkt oder gar nicht bei Mückenbefall wirken. Dies hängt ganz von der Ausdünstung des Pferdes ab und ist somit bei jedem Pferd anders zu bewerten. Üblicherweise gibt man einem Pferd pro Tag ca. 30-50 Gramm Knoblauchgranulat oder frischen Knoblauch mit unter das Futter.
- Kräuterkuren (innerlich eingegeben) können nicht abwehrend auf Mücken wirken, so wie manchmal behauptet wird. Eventuell Bärlauch, in frischer Form, kommt der Wirkung von Knoblauch nahe und sei deswegen auch hier genannt.
- Man sollte schon Ende März mit der Knoblauchfütterung in Kombination mit Honig beginnen und dann bis in den September hinein es auch konsequent durchführen.
Ätherische Öle
- Dies sind hochkonzentrierte Öle (die aus Pflanzen gewonnen werden) die fast immer verdünnt angewendert werden müssen, da sie die Haut sonst reizen können. Ätherische Öle sollten verdünnt werden z.B. mit Babyöl. Viele ätherische Öle wirken als Reppelent, also mückenabwehrend. Sie müssen allerdings täglich benutzt werden und werden sie nur mit Wasser verdünnt, dann verfliegt die mückenabwehrende Wirkung innerhalb 1 Stunde.
- Hingegen in Kombination mit Babyöl, hält die Wirkung fast den ganzen Tag an. Für 1 Liter Babyöl berechnet man ca. 15 ml ätherisches Öl. Als mückenabwehrendes Öl bieten sich folgende Öle an: Lavendelöl, Lavandinöl, Teebaumöl, Lorbeeröl, Citronellaöl, Nelkenöl, Eukalyptusöl, Cedernholzöl, usw. Lavendelöl oder Lavandinöl sind am wenigsten hautreizend.
Obstessig
- Obstessig ist sehr günstig zum Aufsprühen oder Auftragen mit Schwamm geeignet. Der Essig sollte nicht pur verwendet werden. Er wird mit 2 Teilen Wasser verdünnt. Zur Fliegen-und Mückenabwehr beim Ausritt hat sich dies gut bewährt, da es den Körpergeruch von Pferden bindet. Schwitzt das Pferd jedoch stark, ist auch hier die Wirkung nicht von Dauer.
Selbsthergestellte Pflanzentonikas
- Zum selber Herstellen von insektenabwehrenden Mitteln, kann man gesammelte Pflanzenteile mit 1/3 Obstessig und 2/3 Wasser übergießen und 2 Wochen ziehen lassen. Der Obstessig wirkt konservierend. Als Pflanzen eignen sich Walnußblätter, Eukalyptusblätter, Zitronenschale, Nelken, Knoblauch, schwarzer Tee, usw.
Für den Stall
- Man kann einen Beutel mit Lavendel in den Offenstall hängen, dass hält auch die Bremsen auf Abstand.
- Die Holzwände können eingesprüht werden mit selbsthergestellten Pflanzentonikas oder mit einer Mischung aus Babyöl und ätherischen Ölen (siehe oben).
