White Line Disease (Weiße Linien Erkrankung am Huf)

Aus Pferd Pferdewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

White Line Disease (Weiße Linien Erkrankung des Hufes)

Symptome der White Line Disease

Wird die weiße Linie an der Hufsohle von Bakterien und Pilzen befallen, so entsteht die White Line Disease Erkrankung. In diesem Fall ist die weiße Line nicht mehr weiß, sondern schmutzig braun-schwarz. Die Bakterien und Pilze zerfressen das feine Gewebe der weißen Linie und es ensteht ein schmieriger braun-schwarzer Belag, der faulig riecht und eine krümelige Masse und manchmal auch eine flüssige Masse hinterläßt. Die Bakterien und Pilze können die Hufwand hochwandern und dort den Huf von innen heraus schädigen. Auch der Kronrand kann geschädigt werden. Beim abklopfen des Hufes kann man die hohlen Stellen erkennen. Unter den hohlen Stellen befinden sich vermehrt die Bakterien und Pilze.

Auslöser für White Line Disease

Pilze und Bakterien sind der Auslöser für die weiße Linien Erkrankung. Zum Beispel Staphylokokken, Clostridien, Pseudallescharia, usw. Die Erreger befinden sich in Matschausläufen oder in Matratzeneinstreu, also überall dort, wo unhygienische Verhältnisse herrschen und nicht täglich der Mist abgesammelt wird. Ein weiterer Auslöser für diese Erkrankung ist die unsachgemäße Säuberung des Hufes, da manche Pferdehalter die weiße Linie nicht von Schmutz säubern und die nur die Strahlfurchen auskratzen.Werden offene Stellen am Huf, die mit den Erregern befallen sind, durch den Hufbeschlag verschlossen, so finden sie ideale Voraussetzungen zur Vermehrung.

Behandlung bei White Line Disease

Zu allererst werden an der weißen Linie alle dunklen Stellen mit dem Hufmesser ausgeschnitten. Danach wird die weiße Linie mit antbakteriellen und fungiziden Mitteln behandelt. Hiefür eignet sich zum Beispiel pures Teebaumöl, kolloidales Silberwasser (mit mindestens 25 ppm), usw. Es sollten täglich diese Mittel auf die weiße Linie aufgetragen werden, solange bis die weiße Linie wieder weiß ist. Ab und an kann man die weiße Linie auch mit einer Wurzelbürste abbürsten, dies entfernt den Schmutz sehr gut. Giftige chemische Behandlungsmittel sollten nicht verwendet werden, da diese in die Blutbahn gelangen können, wenn die Bakterien die Huflederhaut erreicht haben sollten.

Sollten sich eitrige Abszesse gebildet haben, so ist die zusätzliche Gabe von Propolis sinnvoll. Es ist antibakteriell und kräftigt das Immunsystem. Man kann einmal täglich 2 Gramm geschnittenes Propolis oder Propolispulver pro 100 kg Körpergewicht geben, für mindestens 3 Wochen oder auch über einen längeren Zeitraum. Von Propolistinktur ist abzuraten, da es meistens 80 Teile Alkohol und maximal 20 Teile Propolis enthält. Der Wirkstoffgehalt von 2 ml Propolistinktur ist somit sehr gering.

Vorbeugende Maßnahmen

Die beste vorbeugende Maßnahme ist das tägliche abmisten von Stall, Auslauf und Weide. Außerdem sollte mehrmals in der Woche die weiße Linie mit dem Hufkratzer gründlich gereinigt werden. Auch regelmäßiges bürsten mit einer Wurzelbürste ist sinnvoll, da dies den Schmutz gut entfernt. Kommt ein neuer Hufbeschlag auf den Huf, sollte vorher die weiße Linie gründlich gebürstet werden und bei Bedarf mit purem Teebaumöl beträufelt werden. Kleinere Verletzungen am Huf, sollten sofort desinfiziert werden. Dadurch können sich keine Erreger im Huf einnisten. Nach jedem Ritt sollte man die Hufe genau untersuchen und säubern.


Copyright Deganius

Diese Seite steht unter dem Copyright von Deganius.