Mauke

Aus Pferdewiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Die Mauke beim Pferd

Symptomatik der Mauke

Mauke tritt in der Fesselbeuge auf, die Haut schwillt an und wird rot. Es bildet sich ein schmieriger Belag. Später entstehen meist Bläschen, die aufplatzen und eine eitrig-wässrige Flüssigkeit absondern. Bei manchen Pferden bildet sich auch nur eine trockene Mauke, bei der sich starke Schuppen bilden, und die zu keiner nässenden Haut führt. Beim Laufen lahmen manche Pferde, weil die Entzündungen oder Krusten im Fesselbereich beim Laufen Schmerzen auslösen.

Ursache der Mauke

Sehr oft wird Mauke durch agressive Pilze oder Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken,...) hervorgerufen. Auch durch Unsauberkeit und feuchte und tiefe Matschausläufe kann Mauke verursacht werden. Mechanische Reize können auch in Frage kommen, z.B. Reiten durch Stoppelfelder, übertriebene Hygiene, Dasselfliegen die ihre Eier in der Fesselbeuge ablegen, herumliegende scharfe Gegenstände auf der Weide, Fütterungsfehler, seltenes oder falsches Entwurmen, hautschädigende Gifte: Medikamente, Schwermetalle im Weidegras (Klärschlamm auf Wiesen), Pflanzenschutzmittel im Getreide/Kraftfutter, überhöhte Mengen synthetisches Mineralfutter,usw.

Äußerliche Behandlung der Mauke

  • Zu allererst sollten die Krusten in der Fesselbeuge mit viel warmen Wasser und Kernseife aufgeweicht werden, damit man sie vorsichtig entfernen kann. Unter den Krusten befinden sich nämlich die Krankheitskeime. Die Krusten sollten solange aufgeweicht werden, damit beim sanften abrubbeln keine Blutungen entstehen.
  • Danach kann man die Haut mit purem Teebaumöl oder mit purem Lavendelöl betupfen. Dies tötet die Bakterien und Pilze ab und es wirkt entzündungshemmend. Die Öle können auch untereinander gemischt werden. Diese Prozedur sollte man täglich durchführen, solange bis die Mauke verschwunden ist.

Innerliche Behandlung der Mauke

  • Bei extrem starker Mauke sollte man täglich kolloidales Silberwasser (mind. 25 ppm) auf die Zunge des Pferdes spritzen. Dosierung: 3 mal 20-30 ml täglich (je nach Pferdegröße). Kolloidales Silberwasser sollte man bei größeren Mengen selber herstellen. Geräte zum Herstellen von kolloidalem Silberwasser findet man im Internet für durchschnittlich 80 Euro.
  • Außerdem sind Goldrutenkraut und Löwenzahnkraut anzuraten für 6 Wochen. Täglich jeweils 30 Gramm pro Kraut mit unter das gewohnte Futter mischen. Diese Kräuter dienen der Leber-und Nierenreinigung und beugen somit indirekt einer Mauke-Erkrankung vor.

Die Fütterung bei Mauke

  • Kein Getreide, Brot und Kraftfutter verfüttern.
  • Eiweiß reduzieren, also nur den 1. Heuschnitt verfüttern.
  • Keine Silage geben, dies übersäuert den Organismus ganz extrem und fördert somit Hautkrankheiten.
  • Weiden nicht düngen.
  • Nur biologisches Futter ohne chemische Planzenschutzmittel verfüttern.
  • Kein Fertigmüsli oder pelletiertes Kraftfutter geben, da diese manchmal chemische Substanzen enthalten wie z.B. Lockstoffe, Farbstoffe, synthetische Aromen (Parfüm), Konservierungsmittel,usw. Diese Substanzen belasten den Hautstoffwechsel sehr stark.
  • Kein synthetisches Mineralfutter verfüttern.
  • Nur pflanzliche Nahrungsergänzungen geben. Zum Beispiel:Chlorellaalgen (30-50 Gramm täglich) oder Spirulinaalgen (30-50 Gramm täglich) oder Ascophyllum nodosum (15 Gramm täglich) oder Bierhefe (50 Gramm täglich) und Kieselgur (30 Gramm täglich). Chlorellaalgen und Spirulinalgen bitte nur aus sogenannten Aquakulturen kaufen. Die Algen können aus Seen toxische Microcystine enthalten. Dieser Stoff ist teilweise in anderen Algenarten enthalten, die bei der Ernte manchmal mit abgefischt werden.
  • Ungespritztes Obst und Gemüse verfüttern. Kaltgepresste Öle geben: Leinöl, Sonnenblumenöl oder Distelöl. Jeweils 50 Milliliter täglich. Salz verfüttern ohne chemische Zusatzstoffe: z.B. Himalaya Salzleckstein oder ungebleichtes Meersalz ohne Zusätze oder unbehandeltes Steinsalz.

Weitere vorbeugende Maßnahmen

  • Für Sauberkeit im Stall und Auslauf sorgen.
  • Pferde nicht in Matschkloaken stellen, auch nicht im Winter.
  • Fesselbereich öfters bürsten und manchmal mit Kernseifenwasser sanft säubern.
  • Haare im Fesselbereich nicht abschneiden.
  • Pferde 2-4 mal im Jahr entwurmen, mit den entsprechenden Entwurmungsmitteln. Danach 4 Wochen Milchsäurebakterien verfüttern (z.B. Kanne Fermentgetreide).
Persönliche Werkzeuge
pferdewiki is sponsored by
Google AdSense