Lumbago

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Lumbago bei Pferden

Symptome bei Lumbago

Unter Lumbago versteht man eine Muskelstoffwechselstörung. Die Hinterhand des Pferdes wird steif und der Schritt verkürzt sich. Manche Pferde knicken auch ganz in der Hinterhand ein. Die Muskeln verspannen sich und fühlen sich sehr hart an. Manchmal erwärmen sich die Muskeln und ein Zittern und schwitzen stellt sich ein. Die Körpertemperatur kann bis auf 38,5 Grad steigen. Der Harn verfärbt sich rötlich bis schwarz-braun.

Ursachen

In den Muskelzellen finden sich nicht vermehrt Milchsäure bei Lumbago, so wie früher immer angenommen wurde. Es findet eine Muskelbeschädigung statt durch extrem starke Überanspruchung, wie zum Beispiel übertriebenes Training. Auch schwach durchblutete Muskeln und unterernährte Muskeln können zu Lumbago neigen. Bakterien, Viren oder Vergiftungen können Lumbago auch auslösen. Stürze, bei den der Muskel an verschiedenen Zonen anreißt, kann auch zu Lumbago führen. Starke Elektrolytverluste, insbesondere im Sommer, können diese Krankheit auch auslösen. Auch eine fehlerhafte Fütterung kann kann zu Lumbago führen.

Konventionelle Behandlung

Lumbago muss sofort behandelt werden, da es sonst zu einem Nierenversagen führen kann. Der Tierarzt kann dann durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Mittel geben. Manchmal werden auch zusätzlich Schmerzmittel und Blutdrucksenker gegeben. Wichtig ist es auch, dass man das Pferd warm hält. Eine dicke Decke, Solarium oder eine Ferkellampe an der Deckenwand, können hier hilfreiche Dienste leisten und die Muskulatur etwas entspannen.


Phytotherapeutische Behandlung

  • Innerlich gibt man bei Lumbago zur Durchblutungsförderung täglich 20-40 Gramm Gingkoblätter mit unter das Futter für ca. 4-6 Wochen.
  • Arnika wirkt entzündungshemmend, muskulaturentspannend und leicht schmerzlindernd. Arnika wird auch 4-6 Wochen gegeben. Entweder als Milchzuckertabletten D4, täglich 3 mal 5-8 große Tabletten, oder als Injektion unter die Haut gespritzt, auch in der Potenz D4, 1-2 mal täglich 5 ml. Arnika- Ampullen und Arnika-Milchzuckertabletten bekommt man in der Apotheke.
  • Äusserlich helfen durchblutungsfördernde Salben oder Wässerchen. Zum Beispiel Franzbranntwein oder Chillicreme, etc.


Die Fütterung

  • Bei Pferden die zu Lumbago neigen, sollte sehr viel Heu gegeben werden (5 Stunden Fresszeit am Tag beachten).
  • Es sollten täglich 50-100 ml kaltgepresstes Öl (Sonnenblumenöl, Distelöl oder Leinsamenöl) unter etwas Obst gegeben werden.
  • Getreide, Brot, Kraftfutter oder ähnliches sollten nicht gegeben werden.
  • Grundsätzlich sollte auf Silage verzichtet werden, insbesondere auf Maissilage, da Silage den Organismus übersäuert und dies Lumbago fördern würde.
  • Zusätzlich kann man Magnesium, Selen und Vitamin E zum Futter dazu geben.
  • Obst und Gemüse kann anstatt von Kraftfutter gegeben werden.
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