Hufabszess

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Der Hufabszess beim Pferd

Symptome beim Hufabszess

Ein Hufabszess ist eine Eiteransammlung im Hufinneren. Dies führt meist zu einer starken Lahmheit, verursacht durch Schmerzen. In manchen Fällen schwillt der Kronsaum an. Die Fesselbeuge ist oft wärmer als sonst und es ist eine verstärkte Pulsation der Arterie in der Fesselbeuge festzustellen. In manchen Fällen stehen die Pferde nur noch auf drei Beinen und sie leiden unter starken Muskelverspannungen.

Ursachen eines Hufabszesses

Extrem rissige und trockene Hufe, Hufe die viel in Urin und Pferdeäpfeln stehen(= Ammoniakzersetzungsgefahr), scharfe Gegenstände auf der Weide oder im Auslauf (z.B. Glasscherben, Nägel,...), unsachgemäße oder seltene Hufbearbeitung durch Hufschmied oder Hufpfleger, offene Wunden am Ballen oder der Krone, extrem starker Schlag auf spitzen Stein, zu enge Hufeisen, falsche Vernagelung des Eisen, dünnes weiches Hufhorn, etc.

Behandlung eines Hufabszesses

Mit einer Hufzange kann die Stelle ertastet werden, an der sich der Eiterherd befindet. Mit dem Hufmesser wird an dieser Stelle ein trichterförmiges Loch geschnitten, so das der Eiter abfließen kann. In manchen Fällen ist mehrmaliges nachschneiden über Tage hinweg notwendig, bis der Eiter komplett abgeflossen ist. Nach dem schneiden mit dem Hufmesser wird die Wunde desinfiziert z. B. mit Jodoformäther, Teebaumöl (pur), kolloidalem Silberwasser, Kaliumpermanganat,etc. Danach wird ein Verband angelegt, der mit einem festen Gewebeband fixiert wird. In besonders schwierigen Fällen kann ein Schwitzverband angelegt werden der dafür sorgt, das der Eiterherd sich öffnet und abfließen kann. Der Schwitzverband darf maximal 3 Tage am Stück angelassen werden, danach sollte ein zweitägige Pause eingelegt werden. Dann kann man bei Bedarf einen weiteren Schwitzverband anlegen. Der Schwitzverband wird stündlich angegossen mit einer warmen Lösung aus Wasser und ein paar Körnchen Kaliumpermanganat (gibt es in der Apotheke zu kaufen).

Innerlich kann man dem Pferd Echinacea (Sonnenhut) geben. Tägliche Dosierung: 10-30 Gramm, je nach Pferdegröße. Echinacea darf nicht verfüttert werden bei Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen.

Vorbeugende Maßnahmen

Die Hufe sollten regelmäßig gründlich und kräftig ausgekratzt werden, insbesondere nach einem Ritt. Regelmäßiges wässern der Hufe oder auch morgendlicher Weidegang im Tau, sorgen für elastische unempfindliche Hufe. Hufe sollten alle 2 Monate durch einen Hufpfleger oder Hufschmied zugeschnitten werden. Bei Fehlstellungen sollte alle 4 Wochen eine Hufkorrektur vorgenommen werden. Pferdeweide, Box und Auslauf sollte jeden Tag gründlich gemistet werden, da der Ammoniak in den Pferdeäpfeln die Hufe angreifen kann. Alle Gegenstände von der Weide, dem Auslauf und aus der Box entfernen.

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