Druse

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Beschreibung der Krankheit

Druse ist eine bakterielle Infektion, ausgelöst durch den Erreger Streptococus equi. Dieses Bakterium wird über die Atemluft, den Speichel sowie Nasenausfluß übertragen und ist hochgradig ansteckend.

In der Regel infizieren sich Pferde zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr mit der Druse, bei älteren Tieren kommt es eher selten zu einer Erkrankung. Die Inkubationszeit liegt bei bis zu zehn Tagen, in einigen Fällen kann die Krankheit auch bereits nach drei Tagen ausbrechen.

Während der Inkubationszeit ist das betroffene Pferd bereits Überträger der Krankheit und stellt ein Risiko für seine Artgenossen dar. Dies ist unter gewissen Umständen auch nach einer vermeintlich überstandenen Druse problematisch, da auch äußerlich gesund erscheinende Tiere nach einer Infektion durchaus noch für mehrere Monate die Krankheit weitergeben können.

Die auslösenden Bakterien setzen sich in den Lymphknoten im Kehlbereich und der oberen Halsregion fest und führen an diesen Stellen zu gut sicht- und fühlbaren Schwellungen, an denen das Pferd mit Schmerz auf Berührung reagiert. Zu den Schwellungen kommt hohes Fieber von mehr als 40°C, Husten und Atemnot, Nasenausfluß und - je nach Schwere - ein depressives Verhalten und Freßunlust.

Die Symptome (mit Ausnahme des Fiebers) treten allerdings nicht bei allen Fällen einer Druse auf. Wird die Druse nicht konsequent therapiert, kann sie zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Bedingt durch die Lymphschwellungen verengt sich der Rachenraum und behindert die Atmung. Der linke Kehlkopfnerv kann gelähmt werden und das Kehlkopfpfeifen verursachen. In den Luftsäcken entstehen u.U. Abzesse, die in schweren Fällen Metastasen im Gehirn, in Gelenken, in der Leber, der Lunge und den Nieren bilden und dann lebensbedrohlich sind.

Die Diagnose einer Druse-Infektion erfolgt über eine Probenentnahme mittels Tupfer an der Nasenschleimhaut. Infizierte Tiere müssen isoliert werden, um eine Verschleppung der Krankheit zu vermeiden. Ist die Diagnose positiv, bleibt das erkrankte Tier solange isoliert, bis über einen längeren Zeitraum keine Erreger mehr nachweisbar sind.

Die medikamentöse Therapie stützt sich auf hochdosierte Penicillin-Präparate in Verbindung mit Mitteln zu Verbesserung des Allgemeinzustands. Helfen können warme Wickel in der Kehlregion, sofern der Tierarzt zustimmt. Das Pferd sollte in einer sauberen Box mit viel frischer, aber zug- und staubfreier Luft untergebracht werden.

Druse ist eine so genannte "Kinderkrankheit", wobei auch ältere Pferde Druse bekommen können! Es handelt sich dabei um eine, durch Bakterien hervorgerufene Infektion der oberen Atemwege und des dazu gehörenden Lymphsystems.

DRUSE IST HOCHGRADIG ANSTECKEND!!!

Deshalb (müssen!) die an Druse erkrankten Pferde von den gesunden getrennt werden.

Anzeichen: 1. Hochfieberhafte Erkrankung der oberen Atemwege mit Temperaturen von 40° Fieber und höher.

2. Das Allgemeinbefinden ist stark beeinträchtigt.

3. Quälender Husten mit anfänglich ohne, später mit eitrigem Nasenausfluss.

4. Die Nüstern sind oft mit Sekret verklebt.

5. Es kommt zu Eiteransammlungen in den Lymphknoten des Kopfbereiches. Die Pferde strecken wegen der schmerzhaften Schwellung den Kopf nach vorn und haben Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen.

6. Schluckbeschwerden, die so schwerwiegend sein können, dass das Pferd beim Trinken nur einen Teil des Wasser aufnehmen kann, während der Rest aus den Nüstern hinausläuft.

Maßnahmen

Es ist SOFORT der Tierarzt hinzuzuziehen! In der Therapie können zwei Wege eingeschritten werden:

1. Die Gabe von Antibiotika direkt in der Anfangsphase, um die Abszessbildung zu unterdrücken und das Fieber zu senken.

2. Durch Einreibung mit Zugsalbe oder Kampfer wird der Reifeprozess der Lymphknotenabszesse beschleunigt. Wenn die Lymphknotenabzesse die Atemwege zu stark verlegen, muss der Tierarzt sie spalten. Liegt durch hochgradige Schwellung der Lymphknoten akute Erstickungsgefahr vor, ist ein Luftröhrenschnitt notwendig.

Nach einer Druse können Folgeerscheinungen wie z.B. Dämpfigkeit, Kehlkopfpfeifen oder gar Schädigungen an Nervenbahnen auftreten. Um dieses Risiko möglichst gering halten zu können, ist den Anweisungen des Tierarztes dringend zu folgen!

Druse gilt als die Kinderkrankheit aller Pferde und wird umgangssprachlich gerne mit dem Mumps der Kinder verglichen, da auch hier die Lymphknoten im Kehl- und Rachenbereich sowie manchmal die Ohrspeicheldrüse betroffen sind.

Wie gesagt, sind Jungtiere empfänglicher als erwachsene Tiere, wobei nicht auszuschliessen ist, dass auch alte Pferde an Druse erkranken oder mit nur geringeren Symptomen (weil bereits als Jungpferd erkrankt und gewisse Resistenz vorhanden) nochmals erkranken (dann meist nur Fieber und leichte Lymphknotenschwellung).

Übertragung

Kontaminierte Futterbehälter, Tränkebecken, Tränkwasser, bei engem Kontakt auch Tröpfcheninfektion oder Infektion durch verletzte Hautstellen.

Symptome

Mattigkeit, Fieber um oder über 40°C; Appetitlosigkeit. Zuerst seröser (klarer) Nasenausfluss, der schnell eitrig wird, zusammen mit einer Rachenentzündung. Die Pferde halten deswegen den Kopf nach vorne weggestreckt.

Geschluckte Nahrung kommt wieder raus, da die Tiere schlecht schlucken können (schmerzhaft). Die Rachengegend ist geschwollen und druckempfindlich. Die umliegenden Lymphknoten sind geschwollen, bereits im Anfangsstadium.

Ohne Behandlung kann es zu Lymphknotenabszessen kommen, die in glücklichen Fällen komplikationslos nach aussen aufgehen ohne die Atemwege zu blockieren. Nach Öffnung der Abszesse sinkt das Fieber meist sehr rasch.

Komplikationen

Blockade der Luftröhre durch die geschwollenen Lymphknoten (Luftröhrenschnitt). Durchbruch der Abszesse ins Körperinnere (allg. Blutvergiftung).

Werden an Druse erkrankte Tiere nicht ruhig gestellt und gut therapiert, kann die Krankheit metastasieren, sprich: Die Erreger verteilen sich über den ganzen Körper, was zu allgemeiner, langanhaltender Schwäche der Tiere führt.

Dauer der Erkrankung

2-4 Wochen (in komplizierten Fällen)

Therapie

Antibiotika und fiebersenkende Mittel (Anwendung fraglich, mit TA abstimmen). Evtl. Betreuung durch Homöopathika, wobei hier nur mit einem guten Therapeuten gearbeitet werden sollte, keine Eigenversuche!

Unkomplizierte Druse mit deutlicher Abszessneigung der Lymphknoten wird meist nur mit Ruhigstellen der Pferde und lokaler Anwendung von reifefördernden Massnahmen (warme Salbenumschläge auf die Lymphknoten mit nicht zu scharfen Salben) behandelt. Wird in solchen Fällen zu schnell mit fiebersenkenden Mitteln gearbeitet, kann es zu sog. "kalter Druse" kommen, sprich: Die Abszesse reifen nicht und die Pferde bleiben sehr viel länger Ausscheider von Erregern.

Weideaufenthalt erst wieder, wenn mindestens drei, besser 7 Tage Fieberfreiheit nach dem Öffnen der Abszesse vergangen sind. Regelmässiges Fiebermessen (2mal täglich) sollte selbstverständlich sein.

Druse was ist das?

Die Druse ist eine akute, ansteckende Infektionskrankheit der Pferde, die auf der ganzen Welt verbreitet ist und gewissermaßen als "Kinderkrankheit" aller Equiden angesehen werden kann. Da der Erreger sehr häufig vorkommt, erkranken vorwiegend junge Tiere bis zum fünften Lebensjahr.

Natürlich kann die Druse auch bei älteren Tieren auftreten, wenn diese relativ isoliert gehalten werden und keine Antikörper aufgebaut haben. Typischerweise ist die Druse eine fieberhafte Erkrankung, bei der die betroffenen Tiere unter einem akuten eitrigen Katarrh der Nasen- und Rachenschleimhäute und einer Vereiterung der regionären Lymphknoten leiden. Besonders in Gestüten, auf Weiden, in Handelsstallungen und in Betrieben, wo immer wieder junge Pferde zur Ausbildung und zum ersten Training zusammengezogen werden, ist diese Erkrankung als alljährlich wiederkehrende Seuche gefürchtet.

Als Erreger ist ein Eiterkeim, nämlich Streptococcus equi subsp. equi, identifiziert worden. Dieser Keim kommt überall auf der Pferdehaut und im Stall vor und ist dort ohne krankmachende Wirkung. Durch verschiedene äußere Belastungen (Noxen) wie Haltungs- und Fütterungsfehler, Verkühlung, lange Transporte, ungewohnte Anstrengungen wie Trainingsbeginn oder auch Infektionen mit Pferdegrippe werden die Tiere in ihrer natürlichen Abwehrkraft geschwächt und für Infektionen mit dem Streptokokkuskeim empfänglich. Einmal erkrankt, infizieren sie ihre Stall- und Weidegenossen, da der Keim nun virulent geworden ist und sich an die jeweiligen Pferde anpasst. Bei engem Kontakt erfolgt die Infektion auf direktem Weg über Tröpfchen, im allgemeinen aber hauptsächlich über Mittler (sgn. Vektoren wie Mensch, Tränkeimer, Zaumzeug etc.).

Der Keim kann im Boxenmilieu (z. B. an den Holzwänden oder in der Krippe) tage- und wochenlang überleben. Hygienische Maßnahmen (Reinigung und Desinfektion der gesamten verwendeten Gegenstände und der Hände) sowie ein Absondern des erkrankten Pferdes von den anderen, speziell wenn es eitrigen Ausfluß zeigt, ist daher unbedingt angebracht. Die Druse ist allerdings keine meldepflichtige Krankheit, es ist auch keine Stallsperre zu verhängen.

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt gewöhnlich vier bis acht Tage, die Erkrankung setzt mit einer Erhöhung der Körpertemperatur (40–41°), Mattigkeit und Appetitmangel ein. Nach 24 Stunden beobachtet man einen akuten Nasenausfluß: Die gerötete Nasenschleimhaut sondert anfangs ein trübes, seröses, später ein schleimiges Sekret ab, das nach zwei Tagen schleimig-eitrig, schließlich eitrig wird. Bei häufig auftretendem Husten entleert sich reichlich Eiter aus den Nasenöffnungen. Mit den ersten Krankheitserscheinungen ist meist schon eine akute schmerzhafte Schwellung der Kehlgangslymphknoten verbunden.

Durch die oft beträchtliche Vergrößerung der Lymphknoten im Kehlgangs- und Rachenbereich zeigen die Tiere ein steife und gespannte Kopfhaltung, pfeifende und röchelnde Atemgeräusche sind hörbar. Es kommt zum Fehlschlucken, zum Regurgitieren, das heißt, das Futter kommt über die Nase zurück. Nach einigen Tagen kommt es zu Einschmelzungen (d. h. Gewebe baut sich ab, verflüssigt sich, bis der Abszeß aufbricht oder chirurgisch geöffnet werden kann) von Lymphknotengewebe, und es entstehen Lymphknotenabszesse. Diese brechen entweder spontan auf oder müssen durch den Tierarzt geöffnet werden. Nach Entleerung des Eiters und entsprechender Behandlung nimmt das entzündliche Ödem rasch ab, und die Abszeßhöhle schließt sich von innen heraus durch Granulationsgewebe.

Komplikationen

Unangenehme Komplikationen treten dann auf, wenn Eiterkeime ins Blut eindringen und verschleppt werden. Dadurch können in inneren Organen wie Lunge, Niere, Milz, Darmlymphknoten oder gar im Hirn Abszesse entstehen. Für das erkrankte Pferd entstehen dadurch schwere Probleme, die in einzelnen Fällen sogar den Tod nach sich ziehen können, da derartige Abszesse weder mit Wärme noch mit einer Zugsalbe zur Reife gebracht oder geöffnet werden können. In umfangreichen Untersuchungen hat sich eine direkte Mortalität von nahezu 3 % ergeben; die Mortalität steigt auf 8 %, wenn die Komplikationen mit berücksichtigt werden.

Therapie

Bei der Behandlung steht an erster Stelle absolute Stallruhe des Patienten, die andauern muß, bis das Pferd mindestens fünf Tage lang fieberfrei war. Weiches Futter, wie nasse, warme Kleie sollte verabreicht werden. Die geschwollenen Lymphknoten werden durch Wickel über wärmenden Salbenanstrichen zur Reife gebracht und chirurgisch geöffnet.

Seit Einführung der Antibiotika hat die Druse an Schrecken verloren, da die Streptokokken gut antibiotikaempfindlich sind. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Antibiotika die vereiterten Herde über die Blutgefäße nur oberflächlich erreichen – die Gefahr besteht, dass der Abszeß "kaltgespritzt" wird, d.h. er kann nicht mehr so leicht zur Reife gebracht werden.

Antibiotika sind vor allem dann zu verabreichen, wenn der Allgemeinzustand des Pferdes schlecht ist, wenn noch keine Anzeichen einer sicheren Abszedierung vorhanden sind (Schwellung unter Walnußgröße), wenn nach der Eröffnung des Abszesses das Fieber nicht zurückgeht, weiters um nach der Eröffnung eine Bakteriämie (Infektion des Blutes mit Keimen) zu verhindern sowie bei verschleppter (kalter) Druse oder bei Verdacht auf verborgene Streptokokken-Fokalinfektionen. Es ist vom Tierarzt also von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine Therapie mit Antibiotika angebracht ist oder nicht.

Nach Abheilen der Krankheit ist eine fieberfreie Periode von mindestens einer Woche abzuwarten, bis die Pferde wieder mit anderen auf eine gemeinsame Weide dürfen. Schonende Arbeit sollte erst nach vier bis sechs Wochen erfolgen.

Prophylaxe

In einem Gemeinschaftsstall sollte bei jeder Erkrankung eines Pferdes mit Fieber, Husten oder Nasenausfluss ein Tierarzt hinzugezogen werden, weil kein Reiter ausschließen kann, dass sein Pferd an Druse erkrankt ist. Ein Pferd das die Druse schon einmal hatte, kann sie dennoch in abgeschwächter Form bekommen. In einem Stall mit vielen Pferden muss ein Pferd, das an Husten und Fieber erkrankt ist, dem Tierarzt vorgestellt werden, um eine versteckte Druse zu erkennen und entsprechend zu behandeln und um Schaden von anderen Pferden abzuwenden. Da eine einmal aufgetretene Druse ein beträchtliches Seuchenproblem darstellt, weil sie nicht nur Einzeltiere betrifft, ist auf die vorbeugende Vermeidung größter Wert zu legen. Vor allem in gemischten Reitbetrieben, in denen Pferde unterschiedlichen Alters stehen und große Fluktuation herrscht, sind jüngere oder frisch eingestellte Tiere gefährdet. In solchen Ställen sind nahezu alle pferdepathogenen Keime vertreten. Pferde, die neu in einen Stall kommen, sollten daher eine Quarantäne einhalten.

Umgebungswechsel, plötzliche, ungewohnte Anstrengung, hartes Training und lange Transporte, Hygienemängel, Futterfehler und ständiger Wechsel im Tierbestand stellen äußere Streßfaktoren dar, die die körpereigene Kortisolproduktion fördern und dadurch die körpereigene Abwehrkraft unterdrücken. Solche Stressoren sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Auch sollten nur Pferde mit einem soliden Impfschutz in Turnier- und Ausbildungsställe, ebenso in Gestüte und auf gemeinsame Weiden gebracht werden. Eine gezielte Impfung gegen Druse hat sich nicht bewährt, es hat sich allerdings herausgestellt, daß die Druse sehr häufig in Folge von Influenza oder Herpeserkrankungen auftritt. Gut durchgeimpfte Pferde haben deshalb einen relativ guten Schutz auch gegen Druseerkrankungen.

Müssen Pferde trotzdem besonderen Belastungen ausgesetzt werden, oder sind Pferdeansammlungen mit erhöhtem Infektionsrisiko geplant, kann der Tierarzt mit einem speziellen Medikament die körpereigene Immunabwehrkraft steigern.


Leider mussten wir feststellen, dass es verdammt schwierig ist gegen die Druse auch nur irgendwas vorbeugend zu unternehmen. Vor gut 2 1/2 Jahren hat es unseren Stall auch mit Druse erwischt, und eine Menge an umliegenden Ställen auch. Wodurch es unseren Stall damals erwischt hat, weiss niemand.

Jedoch waren die Verlaufsformen der Druse bei unserem damaligen Pferdebestand von ca. 25 Pferden völlig unterschiedlich:

Es gab welche, die hatten Fieber, andere trotz überdimensionaler Lymphknoten kein Fieber. Andere hatten Fieber und nur minimal geschwollene Lymphknoten. Nur bei einem Pferd mussten die Knoten chirurgisch eröffnet werden, und nur 5 Pferde wurden antibiotisch behandelt. Zwei Pferde sind überhaupt nicht erkrankt, und das, obwohl die Isolierung im Offenstall gar nicht möglich war.

Bei einem Pferd gab es nun nach den 2 1/2 Jahren eine Komplikation - es hatte sich im Bauchraum ein gut handballgroßer Abzeß abgekapselt.

Nun zur Druse:

Man könnte die Druse als "Kinderkrankheit" der Pferde ansehen, da meistens junge Pferde daran erkranken. Leider hinterlässt das Durchmachen der Erkrankung keine Dauerimmunität. Auch im Alter kann sich ein Pferd wieder infizieren, jedoch verläuft die Erkrankung dann meist abgeschwächt, sofern das Immunsystem des Pferdes ansonsten in Ordnung ist. Das ist aber auch schon der einzige Trost.

Der Erreger der Druse ist Streptococcus equi, der eigentlich immer und überall (auf den Pferden, in den Stallungen) vorkommt und in der Regel keine krankmachende Wirkung auf die Tiere hat. Verschiedene Umstände jedoch ermöglichen es dem Erreger, für die Tiere eine Gefahr darzustellen.

Pferde die in ihrer Abwehrkraft geschwächt sind, z.B. durch Pferdegrippe, Verkühlung, Stress und andere außergewöhnliche Belastungen laufen Gefahr, sich zu infizieren.

Symptome und Verlauf

Vorwiegend erkranken Pferde bis zum 5.ten Lebensjahr, natürlich können auch ältere Pferde daran erkranken, wenn diese die Druse in jungen Jahren noch nicht hatten.

Die Erkrankung beginnt meist mit Appetitlosigkeit, Mattigkeit und einer Erhöhung der Körpertemperatur bis zu 41°. Nach kurzer Zeit setzt ein trüber Nasenausfluss ein, der nach 1-2 Tagen in einen schleimig-eitrigen Ausfluss übergeht. Während die Pferde husten, entleert sich reichlich von diesem eitrigen Ausfluss über die Nüstern.

Mit Beginn der Erkrankung zeigen sich meist auch schon die ersten schmerzhaften Schwellungen der Lymphknoten am Kehlgang. Durch die oft sehr starke Schwellung hört man beim Atmen des Pferdes oft ein ziehendes bis pfeifendes oder röchelndes Geräusch. Nach einigen Tagen bilden sich Abszesse, die entweder von selbst aufbrechen oder chirurgisch vom Tierarzt eröffnet werden.

Aus den Abszessen entleert sich reichlich eitriger-blutiger Ausfluss. Nach vollständiger Entleerung (kann einige Tage dauern) und der entsprechenden Behandlung, die durchaus in Absprache mit dem Tierarzt naturheilkundlich unterstützt werden kann, beginnen die Abszesse von innen heraus langsam abzuheilen.

Die Inkubationszeit der Druse beträgt gewöhnlich 4 - 8 Tage, manchmal auch kürzer (1 Tag) oder länger (Wochen). Sie wird per Tröpfcheninfektion übertragen. Auch der Mensch, die Halfter, Fressschüsseln und sämtliches anderes Stallgerät können zum Überträger der Erkrankung werden.

Daher ist bei der Erkrankung eines Pferdes auf Isolierung dieses Tieres zu achten, sowie auf absolute Sauberkeit im Umgang mit anderen Pferden. Reinigung und Desinfektion der Hände und der gemeinsam genutzten Gegenstände sollte selbstverständlich sein. Der Erreger kann wochenlang überleben !

Die Druse gehört nicht zu den meldepflichtigen Erkrankungen und es wird auch keine Stallsperre verhängt.

Komplikationen

Wie bei allen Erkrankungen können sich auch bei der Druse Komplikationen zeigen. Wenn sich der Erreger über das Blut in anderen Lymphknoten im Körper des Pferdes absiedelt (z.B. Darm, Magen, Hirn) sind die dort entstehenden Abszesse kaum behandelbar und können nicht zur Reife gebracht werden, geschweige denn eröffnet werden. Diese seltenen Fälle enden fast immer tödlich.

Therapie

Auch wenn sie sich noch so gut mit Pferden auskennen, sollten sie auf jeden Fall den Tierarzt rufen, damit dieser entscheiden kann ob das Pferd bereits ein Antibiotikum benötigt oder nicht. In den meisten Fällen wird ein Antibiotikum verabreicht, ausschlaggebend für den Zeitpunkt dürfte wohl der Reifeprozess der Abszesse sein und der Allgemeinzustand des Pferdes.

Sie können ihrem Pferd helfen, in dem sie dem "Patienten" zur absoluten Stallruhe verhelfen, die mindestens 5 Tage über die Entfieberung hinaus dauern sollte. Warme Wickel (z.B. Kartoffelwickel, wärmende Salbenverbände) unterstützen den Reifungsprozess der Abszesse, damit diese eigenständig aufbrechen können oder chirurgisch eröffnet werden können.

Nach dem Abheilen der Abszesse sollten sie noch mindestens eine Woche warten, bis sie ihr Pferd wieder mit anderen auf eine gemeinsame Weide stellen. Mit dem Pferd selbst sollten sie erst wieder nach 4 bis 6 Wochen anfangen, leicht zu arbeiten, oder nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Prophylaxe (Vorbeugung)

Die gezielte Impfung gegen die Druse hat sich nicht bewährt. Was jedoch interessant sein dürfte ist, dass durch regelmässige Influenza-Impfungen die Ausbruchshäufigkeit der Druse scheinbar eingedämmt wird - man vermutet hier eine Kreuzimmunität, also eine (Neben-)Wirkung des eigentlich für einen anderen Erreger gedachten Wirkstoffs.

Urheber des Textes: M. Schoenhoff (ab Leider mussten wir feststellen....), der Text wurde einfach aus einem Forum kopiert