Borreliose

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Inhaltsverzeichnis

Borreliose in der Schulmedizin

Meist wird diese Krankheit erst im chronischen Stadium erkannt. Zum Einen liegt die Ursache darin begründet, dass man beim Pferd und Hund nicht die typische kreisförmige Rötung aufgrund der Behaarung feststellen kann, zum Andern hält sich die Meinung: Borreliose beim Pferd gibt es nicht Zusätzlich kommen die verschiedenen Erscheinungsbilder s.u.der Borreliose-Infektion zum tragen.

Auslöser der Lyme-Borreliose sind Zecken, die sich mit Borrelia burgdorferi sensu stricto oder Borrelia burgdorferi sensu lato infiziert haben. Beim Blutsaugen der Zecken werden dann diese Erreger übertragen. Kann die körpereigene Abwehr die Erreger nicht ausreichend bekämpfen, breiten diese sich im Organismus aus.

Mögliche Symptome ohne Anspruch auf Vollständigkeit

- Muskelverspannungen

- Wechselnde Lahmheiten

- Div. Hautveränderungen

- Div.Augenerkrankungen

- Abmagerungen

- Kolikartige Erscheinungen und Koliken

- Infektanfälligkeit

- Entzündungsanfälligkeit der Haut

- Erhöhte Allergiebereitschaft

- Headshaking

- Huflederhautentzündungen/Hufrehe

- Verhaltensänderungen wie z.B. Lethargie,Agressivität,Überreaktionen u.mehr

- div.Organerkrankungen

Bei scheinbar Therapieresistenten oder immer wiederkehrenden Allgemeinerkrankungen sollte neben dem ECS unbedingt auch an eine Lyme-Borreliose gedacht werden.

Diagnose

Eine Infektion mit Borrelia burgdorferi kann über einen Antikörpertiter-Test IFT (IgG) im Blutserum diagnostiziert werden. Ein positiver AK-Titer beweist den Kontakt mit dem Erreger, nicht allerdings eine akute Infektion bzw. Erkrankung. Weitere Tests sind in dem Fall angeraten,z.B. der Western-Blot.

Als Vorbeugung ist das 2 mal tägliche Kontrollieren auf Zeckenbefall anzuraten, da die Zecken erst nach einigen (ev. Bis 12 Stunden) Stunden die Infektion weitergeben.

Behandlung

Die Behandlung ist sehr langwierig und muss konsequent durchgehalten werden, weil die Erreger der Borreliose in zwei verschiedenen Stadien im Körper vorkommen und nur im aktiven Stadium angreifbar sind.

Häufige Behandlungsmethoden

hochdosiertes Antibiotika

Kombi. aus Oxytetracylin-Spritzen + Sulfatrimethoprim ins Futter Tetracycline Amoxycillin Doxycylin Erythchromycin Penicillin Die Behandlungszeit beträgt mindestens 14 Tage, aber durchschnittlich kann sie sogar bis zu sechs Wochen andauern.

Eine weitere Sammlung an Informationen u.a. von betroffenen Pferdebesitzern unter: http://www.hufrehe.org/info



Borreliosebehandlung in der Phytotherapie

Neben der Behandlung mit einem Antibiotikum, haben sich zusätzlich folgende Behandlungsmethoden mit pflanzlichen Mitteln bewährt:

Goldrutenkraut und Labkraut

Jeweils 30 Gramm pro Tag für 8 Wochen geben, es dient der Kräftigung von Leber und Niere und wirkt ausleitend. Ausgeleitet werden bei der Borreliose die sogenannten Neurotoxine (Nervengifte).

Spirulinaalgen oder Chlorellaalgen

30-50 Gramm pro Tag geben für mind. 6 Monate. Sie unterstützen die Ausleitung der Neurotoxine und sorgen außerdem für einen basischen Ausgleich in der Ernährung. Spirulina enthält alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, außer Vitamin C und Jod. Deswegen ist Spirulina als Nahrungsmittel zugelassen. Chlorellaalgen sind ebenfalls als Nahrungsmittel zugelassen, da sie ebenfalls fast kein Jod enthalten.

Chlorellaalgen und Spirulinalgen bitte nur aus Aquakulturen geben. Wenn die Algen aus Seen stammen, dann können sie toxische Microcystine enthalten. Diese sind in anderen Algenarten enthalten, die manchmal versehentlich mit abgefischt werden bei der Ernte.

Bierhefe und Lecithin

sollte zusammen verfüttert werden bei Muskel-und Nervenproblemen wie Steifheit, Verspannungen und großer Unbeweglichkeit, da bei der Borreliose die Muskulatur stark entmineralisiert wird und für die Muskulatur und das Nervensystem in Biertreber-Bierhefe (BT-Bierhefe) und Lecithin (z.B. aus Soja) viele wichtige Aufbaustoffe enthalten sind wie zum Beispiel B-Vitamine, Choline und Inositol. Diese Stoffe können Schmerzen lindern oder sogar ausschalten, sofern eine Entmineralisierung stattgefunden hat. Bei einem gesunden Pferd ist es ausreichend, wenn man täglich ca. 50-100 Gramm BT-Bierhefe verfüttert. Bei einem Pferd mit Borreliose sind höhere Dosierungen für etwa 2 Monate lang sinnvoll. Dosierung der BT-Bierhefe: 250-500 Gramm täglich (je nach Pferdegröße). Dosierung des Sojalecithin: 250-400 Gramm täglich (je nach Pferdegröße).

Vitamin C

hat sich bei Borreliose unbedingt bewährt und sollte immer zusätzlich gegeben werden, da kranke Pferde sehr oft selber nicht ausreichend Vitamin C produzieren können und somit das Abwehrsystem geschwächt wird. Als Vitamin C-Quelle eignen sich Äpfel, Ascorbinsäure, Acerola, usw.

Propolis (Bienenkittharz)

täglich 10 Gramm vom rohen Propolis geben für mind. 6 Monate. Propolis wirkt gegen Bakterien und stärkt das Immunsystem, baut die Pferde auf und ist unerläßlich bei der Borreliosebehandlung.

Milchsäurebakterien

sollten unbedingt nach einer Antbiotikakur für 4 Wochen gegeben werden, da das Antibiotikum die Milchsäurebakterien im Magen-Darm-Trakt abtötet und dadurch das Immunsystem stark geschwächt wird. Über 80 % der Immunzellen werden nämlich im Darm gebildet, ein Antibiotikum verhindert dies und fördert somit einen Borrelioseschub (Rückfall).

Knoblauch

ist ein stark antibakteriell wirkendes Mittel. Es muss nicht gegeben werden, wenn das Pferd ein Antibiotikum erhält. Wer Knoblauch verfüttern möchte, sollte seinem Pferd täglich 3-7 rohe Knoblauchzehen/100kg Körpergewicht/Tag verfüttern. Am besten wird der Knoblauch vom Pferd gegessen, wenn er ganz fein geschnitten wird oder mit dem Zauberstab und Wasser püriert wird. Zusammen mit eingeweichten Rübenschnitzeln (2-3 Kg) fressen die meisten Pferde diese Menge Knoblauch. Anstatt rohen Knoblauch kann man auch getrocknetes Knoblauchgranulat geben. Täglich 30-50 Gramm sind die richtige Dosis. Die Knoblauchkur sollte 4 Wochen durchgeführt werden und bei Bedarf wiederholt werden. Danach können auch Milchsäurebakterien verfüttert werden.

Kolloidales Silberwasser

mit 25 ppm, ist ein stark antibakteriell wirkendes Mittel. Es wird bei Borreliose eingesetzt, wenn ein Antibiotikum oder Knoblauch nicht vertragen wird. Man gibt 3 mal täglich jeweils 20-30 ml (je nach Pferdegröße). Kolloidales Silberwasser wird direkt auf die Zunge gespritzt und mindestens 2 Monate lang gegeben. Bei Bedarf kann man es jederzeit für weitere 2 Monate geben. Am preisgünstigsten bekommt man große Mengen Silberwasser, wenn man sich ein Gerät aus dem Internet bestellt, damit man sich es selbst herstellen kann.

Obst, Gemüse und kaltgepresste Öle

sind immer anzuraten bei der täglichen Fütterung eines kranken Pferdes. Außerdem ist auf ausreichend Bewegung, Sonnenschein und Frischluft zu achten. Das Heu sollte von guter Qualität sein und es sollte nur der 1. Heuschnitt verfüttert werden.

Schwermetalle

Es deuten einige Hinweise darauf, dass Pferde die an Borreliose schwer und dauerhaft erkranken, eventuell an einer Schwermetallbelastung leiden können. Dies kann also sein, ist aber nicht immer der Grund für eine chronische Borreliose. Es sorgt dafür, daß die Pferde nicht vollständig gesunden und immer wieder Rückfälle erleiden. Zu den lebensnotwendigen Schwermetallen gehören Zink, Eisen, Mangan und Kupfer. Zu den schädlichen Schwermetallen gehören Arsen, Blei, Cadmium, Chrom und Quecksilber. Schwermetalle befinden sich z.B. in Holzschutzmitteln, im Wasser (Bleirohre), auf den Feldern (Klärschlamm), im Getreide, in Mineralfutter für Pferde (überhöhte Dosen), usw. Eine Schwermetallausleitung ist sehr belastend und sollte zusammen mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker durchgeführt werden. Zur Schwermetallausleitung (im Bindegewebe und Nervensystem) eignen sich Chlorellaalgen, Bärlauchfrischsaft oder frischer Bärlauch und frisches Korianderkraut (Cilantro). Diese Mittel sollten gleichzeitig gegeben werden, in der richtigen Reihenfolge und in der richtigen Dosierung.

Zinnkraut (Ackerschachtelhalm)

Bei Muskel-und Nervenschmerzen haben sich warme Wickel bewährt aus Zinnkrauttee. Wenn man die Wickel nachts einwirken lassen kann, oder auch tagsüber, ist das am wirksamsten. Es zieht Giftstoffe aus dem Körper heraus und die Wickel verfügen außerdem über eine große Schmerzlinderung.

Arnika (Arnica)

Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen und für mehr Beweglichkeit, wird dem Pferd 3 mal täglich 5 ml Arnika D3 oder D4 gespritzt. Dies kann man auch selber vornehmen, wenn man durch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker eingewiesen wurde, damit man die Spritztechnik erlernen kann. Wer nicht spritzen möchte, kann dem Pferd auch 3 mal täglich 5 große Tabletten (keine winzigen Globulis!)Arnika D3 oder D4 unter die Zunge geben. Dia Arnikatabletten kann man auch in wenig Wasser auflösen, in eine Spritze aufziehen und dem Pferd direkt auf die Zunge spritzen.

Johanniskraut (Hypericum)

Ist das Nervensystem von Borrelien befallen, können Sie Ihrem Pferd täglich 15-20 Gramm Johanniskraut (Hypericum) unter das Futter mischen. Diese Kräuterkur gibt man maximal 2 Monate lang. Die Lichtempfindlichkeit der Haut wird dadurch leider erhöht, deswegen sollte man Sunblocker um die Augen herum auftragen und auch die Haut um die Nüstern sollte man spätestens jeden 2. Tag mit Sunblocker dick einreiben.

Beinwellblätter oder Beinwellwurzeln (Symphytum)

Diese Blätter oder Wurzeln werden bei Borreliose bei Gelenkschmerzen und Sehnenschäden eingesetzt. Sie sollten nur äußerlich angewandt werden als Angußverband, den man tagsüber oder auch nachts einwirken lassen kann. Beinwellblätter und Beinwellwurzeln wirken schmerzlindernd und heilend bei Gelenkerkrankungen und Sehnenschäden. Die Blätter werden als Tee zubereitet und die Wurzeln werden über Nacht in kaltes Wasser gelegt. Auf 1 Liter Wasser berechnet man 150 Gramm Beinwellwurzeln. Am nächsten Morgen werden die Wurzeln abgeseiht und der dunkle Sud wird für den Angußverband verwendet. Innerlich darf Beinwell nur als Milchzuckertabletten in einer Dosis ab D3 eingenommen werden, da Beinwell kanzerogen wirkende Alkaloide enthält. Es dürfen einem Pferd maximal 15 große Milchzuckertabletten D3 pro Tag eingegeben werden und auch nicht länger als 6 Wochen am Stück.

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